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Visaangelegenheiten

Ein Beamter der Bundespolizei gibt einem Passagier im Düsseldorf International-Flughafen nach einer Ausweiskontrolle den Reisepass zurück.

Passkontrolle am Düsseldorfer Flughafen, © dpa

Artikel

Informationen zur Visabeantragung, Einreise nach Deutschland und Quarantänebestimmungen

Hier finden Sie Informationen zur Visabeantragung, Einreisen nach Deutschland und Quarantänebestimmungen.

1. Visumbearbeitung

Visa können derzeit nur in den nachstehend genannten Ausnahmefällen erteilt werden:

Anträge, die unter die Ausnahmebestimmungen von den Einreisebeschränkungen (gemäß der Mitteilung der Europäischen Kommission vom 16.03.2020 – 115 final) fallen:

  - Gesundheitspersonal und -forscher, Pflegeberufe

  - Grenzgänger, Transportpersonal im Warenverkehr und anderen notwendigen Bereichen (z.B. Air-Crews)

- Diplomaten, Mitarbeiter internationaler Organisationen, militärisches Personal, humanitäre Helfer soweit in Ausübung ihrer Funktion
- Transitpassagiere (auch solche, die durch konsularische Hilfe ins Heimatland zurückgeführt werden)
- Passagiere, die aufgrund zwingender familiärer Gründe reisen
- Personen, die internationalen Schutz benötigen, oder aus anderen humanitären Gründen

Anträge auf Familiennachzug

Anträge von Fachkräften aus den folgenden Antragskategorien:

- Fachkräfte mit einem konkreten Arbeitsplatzangebot im Sinne der Definition des FEG, das durch die Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen wird
- Wissenschaftler / Forscher
- Entsendungen und ICT beschränkt auf Führungskräfte und Spezialisten
- Führungskräfte
- IT-Spezialisten
- Beschäftigungen in bes. öffentlichem Interesse

Hierunter fallen auch C-Visa für dringende Geschäftsreisen unter der Voraussetzung, dass der Antragsteller hinreichend glaubhaft macht (etwa durch Arbeitgeber-Bescheinigung), dass seine Einreise auch unter Berücksichtigung der Pandemiesituation unbedingt erforderlich ist.

Voraussetzung ist jeweils Nachweis der Präsenzpflicht in Deutschland (etwa durch Arbeitsvertrag) und Glaubhaftmachung, dass Beschäftigung aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist und Arbeit nicht zeitlich verschoben oder aus dem Ausland verrichtet werden kann (Vorlage einer Bescheinigung des Arbeitgebers/Auftraggebers). Die wirtschaftliche Notwendigkeit bezieht sich auf die Wirtschaftsbeziehungen und/oder die Wirtschaft Deutschlands oder des Binnenmarkts. Entsprechende Belege sind bei der Reise mitzuführen und bei der Grenzkontrolle vorzulegen.

Studierende, deren Studium nicht vollständig vom Ausland durchgeführt werden kann. Unter diese Ausnahme fallen alle, die einen Zulassungsbescheid haben (auch wenn ein Sprachkurs oder ein Praktikum vorgeschaltet ist). Nicht aber Studienbewerber und diejenigen, die z.B. zum Sprachkurs einreisen und sich später nach einem Studium umsehen wollen (isolierter Sprachkurs). C-Visa für Studenten sind weiterhin nicht zugelassen. Nachweis der Präsenzpflicht in Deutschland durch Bestätigung der Hochschule (z.B. per E-Mail) erforderlich; Unterlagen sind auch bei Grenzkontrolle vorzulegen.

Hier gelangen Sie zur Terminbuchung 

Vereinfachte Neuerteilung von Visa

Nationale Visa (für langfristige Aufenthalte; D-Visum)

Die bestehenden Einreisebeschränkungen können unter Umständen dazu führen, dass eine Nutzung des von der Botschaft/dem Generalkonsulat X bereits vor Inkrafttreten der Einreisebeschränkungen am 17. März 2020 ausgestellten nationalen Visums im Rahmen der Gültigkeitsdauer nicht möglich ist oder war.

Sobald eine Einreise wieder möglich ist, kann daher auf Antrag in einem vereinfachten Verfahren ein neues nationales Visum erteilt werden. Voraussetzung ist, dass sich nur das Reisedatum, nicht aber der Aufenthaltszweck oder -ort geändert haben.

Der formlose Antrag auf vereinfachte Neuerteilung muss innerhalb eines Monats ab Wegfall der Einreisebeschränkungen bei der Botschaft/ dem Generalkonsulat X gestellt werden. Dafür kann das Kontaktformular genutzt werden. Ggf. sind aktuelle Unterlagen nachzureichen, die belegen, dass die Voraussetzungen, die zur ursprünglichen Visumerteilung geführt haben, auch weiterhin vorliegen. Eine erneute persönliche Vorsprache bzw. Terminbuchung ist dafür grundsätzlich nicht nötig.

Anstelle von Originalunterlagen können auch Scans/Kopien der Unterlagen eingereicht werden.

Schengen-Visa (für kurzfristige Aufenthalte bis 90 Tage; C-Visum)

Für AVs, die den regulären C-Visa-Betrieb noch nicht wieder aufgenommen haben:

Eine vereinfachte Neuerteilung für Schengen-Visa (Aufenthalte von bis zu 90 Tagen) ist derzeit nicht möglich.


2. Einreisebeschränkungen für Deutschland

   -  Generell nicht möglich

Eine Einreise aus Gastland ist im Regelfall aufgrund bestehender Einreisebeschränkungen nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie unten unter dem Stichwort zwingende Notwendigkeit.

Für Deutschland gelten Reisebeschränkungen bei der Einreise aus vielen Staaten. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise auch beim BMI, welche Regelungen in Bezug auf das Land, aus dem Sie nach Deutschland einreisen, im Einzelnen gelten.

Grundsätzlich ist eine Einreise möglich aus:

- EU-Mitgliedstaaten

- Schengen-assoziierten Staaten: Island, Norwegen, der Schweiz und Liechtenstein

- Großbritannien

- Weiteren Staaten, aus denen aufgrund der epidemiologischen Lagebewertung durch die EU Einreise ermöglicht wird.

Eine Einreise aus anderen Staaten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Voraussetzung ist, dass eine zwingende Notwendigkeit gegeben ist.


3.  Quarantäneregelung bei Einreise nach Deutschland

In Deutschland werden Quarantänevorschriften durch die einzelnen Bundesländer erlassen. Nach Abstimmung der Länder und der Bundesregierung hat das BMI eine Musterverordnung erstellt, deren Regelung die Bundesländer im Wesentlichen übernommen haben.

Bei Einreise nach Deutschland mit Voraufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage

- müssen Sie sich demnach nach der Einreise in Deutschland unmittelbar an ihren Zielort begeben,

- sich dort häuslich absondern und

- sich per E-Mail oder Telefon bei der für Sie zuständigen Behörde, i.d.R. Gesundheitsamt am Wohnort/Unterkunft melden.

Info

Als Voraufenthalt in einem Risikogebiet gilt ein Aufenthalt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tagen vor Einreise.

Maßgeblich ist, ob das Gebiet zum Zeitpunkt der Einreise als Risikogebiet ausgewiesen war (d.h. nicht zwangsläufig zum Zeitpunkt des Aufenthalts).

Ausnahme: Durchreise (Transit)

Die Pflicht zur häuslichen Absonderung besteht nicht bei Transitaufenthalten. Sie sind in diesem Falle allerdings verpflichtet, Deutschland unmittelbar zu verlassen.

Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar

Wenn Sie nachweisen können, sich nicht mit dem Virus SARS CoV-2 infiziert zu haben, gelten diese Qurantäneregelungen nicht.

Der Nachweis muss durch ein ärztliches Zeugnis erbracht werden. Der molekularbiologische Test auf Vorliegen einer Infektion darf höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgt sein (d.h. der Abstrich darf maximal 48 Stunden vor Einreise genommen worden sein). Der Test muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat mit vergleichbarem Qualitätsstandard vorgenommen worden sein.

Alternativ kann der Test nach Einreise

- am Ort des Grenzübertritts oder

- am Ort der Unterbringung erfolgen.

Das Testergebnis muss - unabhängig davon, ob die Testung vor oder nach Einreise erfolgte - für mindestens 14 Tage nach Einreise aufbewahrt werde. Es muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorgelegt werden.


Allgemeine Informationen zur Antragstellung, sobald diese für alle Reisenden wieder möglich sein wird

Für die Einreise nach Deutschland benötigen guineische Staatsangehörige oder Nicht-EU-Ausländer (ausgenommen Australien, Kanada, Japan, Neuseeland und die USA) mit Wohnsitz in Guinea ein Visum.

Die Art des Visums hängt von der Dauer des geplanten Aufenthalts ab. Möchten Sie also nur für kurze Zeit nach Deutschland, z.B. als Tourist? Oder planen Sie einen längeren Aufenthalt, z.B. für ein Studium?

Bitte wählen Sie zunächst aus, welche Dauer Ihr geplanter Aufenthalt hat: 

Haben Sie noch ergänzende Fragen rund ums Thema Visum? Gut möglich, dass Ihre Frage hier bereits beantwortet wird. Bitte schauen Sie sich daher diese Fragen genau an, bevor Sie sich persönlich an die Auslandsvertretung wenden. Vielen Dank!

Seit dem 01.08.2018 können enge Familienangehörige (Ehegatten, minderjährige ledige Kinder und Eltern von minderjährigen Kindern) von in Deutschland lebenden subsidiär Schutzberechtigten Visa zum Zwecke des Nachzugs beantragen. Nachzugswillige Familienangehörige buchen einen Termin zur Familienzusammenführung.

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